Apr 2 2012

Bangladesch 2011

Eine Reise nach Bangladesch ist immer etwas Besonderes, auch wenn man die meiste Zeit im Auto verbringt … Für mich war es auch eine Reise in die Vergangenheit – viel hat sich verändert in den letzten Jahre, aber einiges ist zum Glück gleichgeblieben. Zuhause fühlen konnte ich mich wieder.

I love Bangladesh!

 


Feb 26 2012

Road Trip durch Portugal und Nordspanien

Wunderbar war es! Nicht leicht in Worte zu fassen und genauso wie ein Road Trip sein sollte!

Karte-Roadtrip1 in Road Trip durch Portugal und Nordspanien

 

 

AVEIRO

Unser erster Eindruck von Portugal war das Städtchen Aveiro. Ein bisschen Klein-Venedig und in jedem Fall ein Schmuckstück!

 

 

PORTO

Es wäre ja langweilig, wenn man nicht Stunden von Aveiro nach Porto bräuchte – nebenbei kann man auch noch die engen Bergstraßen im Duero-Tal erleben … Porto ist jedenfalls allemal auch diese lange Anreise wert! Eine Stadt, in der die Zeit ein bisschen stehengeblieben ist.

 

 

VIGO

Wieder über die spanische Grenze genießen wir einen Tag auf den Islas Cíes. Die Inseln sind der Bucht, in der Vigo liegt, vorgelagert und sind Naturschutzgebiet. Eine perfekte Gegend, um Spaziergänge zu machen und Tiere zu beobachten – und, um am Strand zu liegen.

 

 

SANTIAGO DE COMPOSTELA

Auf dem Weg nach A Coruña ein kurzer Zwischenstopp – natürlich im Regen Icon Wink in Road Trip durch Portugal und Nordspanien … Wie bei meinem letzten Besuch in Santiago beeindruckt uns besonders die moos- und flechtenbewachsene Kathedrale.

 

 

A CORUÑA

Zu Besuch bei Freunden in der schönen Stadt am Meer.

 

 

FINISTERRA – DAS ENDE DER WELT

Zu dritt machten wir uns von A Coruna dann auf Küstenstraßen auf den Weg zum Ende der Welt – dort, wo auch der Jakobsweg endet. Finisterra. Ein Leuchtturm auf Felsen und sonst nur noch Meer soweit die Augen sehen …

 

 

KATHEDRALENSTRAND

Ein Strand, der wie eine Kathedrale aussieht? Oh ja – sowas gibt es an der Nordküste Spaniens. Die Wucht der Brandung höhlt die Felsen aus und bei Ebbe wähnt man sich dann tatsächlich wie in einer Kathedrale. Wir haben diese spezielle Atmosphäre einen ganzen Tag lang genossen, um uns auf dem Abend dann auf den Weg nach Oviedo zu machen.

 

 

OVIEDO

Auch hier hatten wir Glück und wurden von einem charmanten Spanier umsorgt, der uns die Stadt zeigte. Wir schwelgten mal wieder in kulinarischen Genüssen …

 

 

PICOS DE EUROPA

Dann ging es weiter in die Schweiz, pardon, zu den Picos de Europa. Wir bestaunten Flora und Fauna, die gar nicht nach Spanien zu passen scheint und spielen ein bisschen Heidi.

 

 

COMILLAS

Gaudí war eben nicht nur in Barcelona, sondern auch in Comillas. Im kleinen Städtchen hat der Meister mit El Capricho (die Laune) jede Menge Sonnenblumen zurückgelassen.

 

 

SANTILLANA DEL MAR

Bei Santillana del Mar befindet sich die Steinzeithöhle Altamira. Wir besuchten das schöne Museum und schlenderten danach noch ein wenig durch das idyllische Städtchen.

 

 

SANTANDER

Mit Santander besuchten wir mal wieder eine größere Stadt. Viel Strand und Promenaden laden zum Spaziergang ein.

 

 

BILBAO

Sicher eins der Highlights. Bilbao hat uns überrascht. Die alte Innenstadt mit jungem Flair, leckere Tapas und natürlich das wundervolle Guggenheim Museum. Dort bekamen wir dann zum Abschied auch noch einen Tisch im Feinkost-Bistro … Wir kommen sicher wieder!

 

 

BEMALTER WALD

Wenn das kein lohnenswerter Zwischenstopp ist! Der bemalte Wald im Tal von Oma ist vom Künstler Agustín Ibarrola gestaltet und wartet immer wieder mit neuen Überraschungen auf.

 

 

SAN SEBASTIÁN

Drückende Hitze empfing uns in San Sebastián – kein gutes Wetter, um eine Stadt zu erkunden. Deshalb entschieden wir uns für das Unterwasser-Museum. Eine gute Wahl …

 

 

HONDARRIBIA

Unser letzter Stopp an der Küste. Endlich sollte das Zelt genutzt werden, das wir schon die ganze Zeit dabei hatten. Tja. Wir waren leicht aus der Übung, doch das Ergebnis hielt sogar der steifen Brise stand … Icon Wink in Road Trip durch Portugal und Nordspanien

 

 

BURGOS

Eigentlich wollten wir uns gar nicht von der Küste trennen. Doch die Stadt Burgos überzeugte uns absolut. Die beeindruckende Kathedrale, die leckere Blutwurst (morcilla) und ein Volksfest bei bestem Wetter. Ein schöner Abschluss!

 


Dez 21 2011

Semana Santa

Ostern ist in Spanien nicht so, wie wir es kennen. Wir wollten es kennenlernen, und haben uns auf eine wunderbare Reise begeben …

Trujillo

Auf dem Weg von Salamanca nach Süden durchquert man die Region Extremadura. Korkeichenwälder, ab und zu Weizenfelder, Mäuerchen, die die Grundstücke abtrennen. Man hat das Gefühl, ewig durch das weite Land fahren zu können, ohne ein Lebenszeichen zu sehen. Und dann plötzlich Trujillo. Eine Stadt, die sicher auch aufgrund der kargen Lebensverhältnisse Eroberer hervorgebracht hat. Von hier kamen Pizarros und Orellanas – in Südamerika unterwarfen sie Völker. Auch jetzt noch spürt man die historische Größe dieser Stadt. Im Stein der Gebäude, die von Storchennestern bedeckt sind, und in den engen Gassen, die malerisch sind, wenn auch nicht gerade für Autos gemacht. Und noch etwas bleibt uns im Gedächtnis: Ein wunderbares kleines Restaurant, wo wir den erdigen Wein der Region trinken und die deutsche Speisekarte übersetzen. Trujillo – der perfekte Ort, um unsere Reise in den Süden zur Semana Santa in Andalusien zu starten.

Córdoba

Eine Stadt, die viel zu bieten hat. Enge Gassen, die uns in frühere Jahrhunderte entführen, Balkone voller Blumen, lauten Flamenco, dessen Feuer am besten mit einem Glas Jérez genossen wird und nicht zuletzt die berühmte Mezquita, ein Bauwerk, das zeigt, dass Córdoba eine wechselvolle Geschichte hatte. Heute wäre diese Moschee eine der größten der Welt – gäbe es nicht die Kirche in ihrem Inneren … Umso gespenstischer wirken auf uns die ersten Prozessionen, die wir erleben. Die vermummten Gestalten passen fast nicht durch die Gassen, immer wieder müssen die Zuschauer ausweichen, es entsteht Gedränge, oft geht es gar nicht mehr weiter und wir nehmen einen anderen Weg. Unterbrochen wird die nächtliche Prozession nur einmal, als eine Frau ergreifenden Gesang von ihrem Balkon anstimmt und die Kapelle verstummt.


Granada

Ein klingender Name – wer kennt die Alhambra nicht, die rötliche Festung, die über der Stadt liegt? Sie fesselt uns und scheint allgegenwärtig und ist jede Reise hierher wert. Doch noch mehr begeistert uns: Schon in Córdoba ist der muslimische Einfluss in Spanien spürbar, hier in Granada wird er präsent. In manchen Straßen wähnt man sich in Marokko, überall gibt es Teeläden und Marktstände, die aus Tausendundeiner Nacht zu stammen scheinen. Wir verlieren uns im maurischen Viertel, finden stille nächtliche Plätze und schließlich ein kleines Restaurant, wo wir liebevoll und köstlich bekocht werden. Das Kätzchen fasst Zutrauen und die Besitzerin erzählt uns nun viel über das Leben der Muslime vor Ort, so dass wir wiederkommen. Neben diesen Eindrücken – dem Tag in der Alhambra und dem marrokanischen Flair der Stadt – sind die Osterprozessionen, die direkt an unserer Pension vorbeiführen, nur ein Ereignis mehr. Auch hier packend, auch hier ein wenig bizarr.


Ronda

Die Straßen schlängeln sich durch den Nebel. Immer höher und höher. Bis wir Ronda erreichen – ein Städtchen, das buchstäblich am Abgrund gebaut ist. Schon zu römischen Zeiten gab es hier eine Brücke, denn die strategische Lage war Gold wert. Noch beeindruckender ist aber fast die neuer Brücke, die sich in gigantischen Bögen über die Schlucht wölbt. Dass Ronda auch für seinen Stierkampf berühmt ist, interessiert uns auf unserem Abstecher nicht so sehr.

Tarifa

Wenn man Glück hat, dann sieht man vom Strand in Tarifa Marokko – so nah ist der Kontinent Afrika von hier aus. Wir kamen zu Sonnenuntergang an und genossen den rauen Wind, der noch ein paar Kitesurfer vor sich hertrieb. Traumhaft schön.

Cádiz

Die Halbinsel ist vom Meer umtost – ein perfekter Ort, um die Seefahrt über Jahrhunderte zu koordinieren. Als wir ankommen, landen wir mitten in einer der beeindruckenden Prozessionen. Wunderbare, berührende Klänge erleben wir in Cádiz. Eine andere Welt. Schon am nächsten Tag beginnt es zu nieseln, obwohl es zu dieser Stadt passt. In den Pfützen spiegeln sich die Häuser während wir durch Cádiz streichen und zum Mittagessen Fisch genießen.

Sevilla

Ein Jahrhundertereignis: Regen zur Semana Santa in Sevilla. Seit den 30er Jahren ist es zum ersten Mal wieder geschehen, dass die prunkvollen Umzüge dieser Stadt nicht zu sehen waren. Die Holzfiguren und die silbernen Sänften mit Baldachin sind einfach zu kostbar, um durch Wasser zu Schaden zu kommen. Nun sammelt sich alles vor den Kirchentüren, um wenigstens ein paar Blicke zu erhaschen. Die Stimmung ist gedrückt. So sehr hatte man auf besseres Wetter gehofft – nun war all die Vorbereitung umsonst. Doch die riesige Kathedrale und der Blick von ihrem Turm, der Giralda, sind auch bei Regen beeindruckend.

Guadalupe

Ein Dorf. Ein Wallfahrtsort. Namensgeber für zahlreiche Städte in Lateinamerika wegen seiner Madonna. Mitten im Nirgendwo liegt Guadalupe, kaum auf der Landkarte zu finden. Doch der Ort hat seinen eigenen Zauber, nicht nur, weil er unsere letzte Station auf dem Rückweg nach Salamanca markiert. Wir erleben die Semana Santa nochmals neu: Weil es nieselt, werden die Figuren durch den Kreuzgang getragen. Voran schreiten Dorfbewohner mit Lichtern, die Träger sind ohne Vermummung, auch Frauen sind dabei. Eine sehr persönliche Erfahrung.

Salamanca

Zurück in Salamanca, meiner Heimat auf Zeit. All die Eindrücke dieser Tage lassen wir ausklingen, erleben hier noch eine letzte Prozession mit großem Osterspektakel auf der Plaza Mayor und sehen die Menschen unter den Kapuzen.


Mrz 12 2011

Barcelona

Besuch aus der Heimat, wenn das mal keine schöne Begleitung für ein langes Wochenende in Barcelona ist! Barcelona? Nein, nicht nur, wohl eher auch ein Kurztrip nach Cataluña, mitten in die Höhle des separatistischen Löwen, auch Uri genannt, hehe. In Salamanca, wo man ja auch angeblich das reinste Spanisch spricht, befinde ich mich ja in Kastilien, in einer der wenigen Regionen, die sich nicht von Restspanien abteilen wollen. Spannende politische Diskussionen gaben unserem Aufenthalt eine besondere Note – eine interessante Erfahrung!

Terrassa und Montserrat

Wir waren zu Gast in Terrassa, einer Industriestadt, die uns mit sehr viel Charme überraschte. Historische Fabrikgebäude, teilweise sehr schön restauriert, ein Frühstücksladen, wo man sogar Brezeln (!) bekommen konnte und eine hübsche Innenstadt mit Bauten des Modernismus. Von dort aus haben wir einen Ausflug zum Benediktinerkloster Santa Maria de Montserrat gemacht, einem Wallfahrtsort mit einer schwarzbraunen Marienstatue. Nebenbei gilt das Kloster auch noch (ich zitiere Wikipedia) als ein “Hort des katalanischen Nationalismus und der katalanischen Kultur”, da hier während der Franco-Diktatur nicht nur Messen in der verbotenen Sprache catalán gehalten wurden, sondern auch politische Gegner versteckt gehalten wurden.

Barcelona

Zu viele Eindrücke, um sie hier einigermaßen wiedergeben zu können. Selten habe ich eine so facettenreiche Stadt gesehen, jedes Viertel ist anders, normale Häuserzeilen und zwischendrin modernistische Bauten. Sogar die Bordsteinfliesen sind ein Entwurf von Gaudí … Ich muss auf jeden Fall wieder mal hin!

Die Kathedrale Sagrada Familia, einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in ganz Spanien und letztes Projekt von Anton Gaudí, ist seit 1882 im Bau und steht damit ganz in der Tradition der mittelalterlichen Kirchenbauten, deren Fertigstellung oft Jahrhunderte dauerte – ca. 2030 soll sie endlich vollendet werden. Sicherlich einzigartig mit ihrer Innengestaltung, die genauso gut aus einem Star Wars Film stammen könnte. (“a so a Gaudi”)

Die gotische Altstadt mit ihren versteckten Geheimnissen wie den vier römischen Säulen des Augustus-Tempels, die man durch Zufall in einem Speisezimmer entdeckte, der Hafen, wo man seine Freizeit verbringen kann, die berühmte Straße “La Rambla”, schöne Cafés und Bars: Barcelona hat jede Menge zu bieten! Besonders schön, wenn auch überlaufen, war der Park Güell, wo wir nach einem Regentag die Sonne genossen.


Mrz 4 2011

Valencia

Nicht nur die Wiege der Paella, sondern auch ein Ort zum Leben: ein wunderbarer Mix aus Alt und Neu, viele Grünanlagen, die hochmoderne Ciudad de las Artes y de las Ciencias und den Strand in der Nähe – kein Wunder, dass Valencia gefällt! In drei Tagen haben wir die Stadt erkundet, uns die Meerbrise um die Nasen wehen lassen, das süffige Agua de Valencia probiert und sogar den Beginn der diesjährigen “Fallas” erlebt. Dieses mehrwöchige Frühlingsfest, was nur in dieser Region Spaniens gefeiert wird, ist ein wirkliches Spektakel: Tagsüber gibt es pünktlich um 14 Uhr einen Höllenlärm, genannt “mascleta”, der im wahrsten Sinne ohrenbetäubend ist, abends prachtvolle Feuerwerke und ständig begegnet man Frauen in valencianischer Tracht, die aus dem barocken 17. Jahrhundert zu kommen scheinen. Am letzten Wochenende werden dann große Pappmaché-Figuren verbrannt, in jedem Stadtteil eine eigene.


Feb 7 2011

Marokko

Eigentlich hatten wir gar keine Zeit zwischen den beiden Semestern hier in Spanien, denn wenn das eine endet, fängt hier das andere sofort an. Trotzdem konnten wir nicht widerstehen und haben uns auf eine kurze Reise in ein Land gemacht, das uns, obwohl es nur knapp zwei Flugstunden entfernt ist, sofort durch seine orientalische Atmosphäre in seinen Bann zog.

Wir entschieden uns für eine kleine Rundreise und sind den Bahngleisen gefolgt: Fes, Meknes und Rabat, drei der vier Königsstädte, und Marrakesch waren unsere Stationen. Nur ein Überblick, ein Eindruck von Marokko, aber am Schluss die Gewissheit: Nicht das letzte Mal!

FÈS

Ankunft am Mini-Flughafen in der Königsstadt Fès und dann sofort rein ins Getümmel: Zu sechst im Grand-Taxi (wo nach Deutschen Maßstäben nur vier Leute Platz haben), Übernachtungen bei einer marokkanischen Familie, lange Marktstraßen, die so genannten Souks – und natürlich Thé à la menthe! Man könnte ewig durch die Gassen schlendern, die Gerüche, Farben und Geräusche wahrnehmen und immer wieder überraschend auf tolle Architektur stoßen … Hier in Fès waren wir auch das erste Mal im Hammam – eine wahrhaft authentische Erfahrung!

MEKNÈS

Im Vergleich zu Fès ist Meknès nicht ganz so touristisch. Ehrliche Taxifahrer und leckere Kringel für einen Dirham (statt vier, wie später in Marrakesch). Ein Platz, der mit Schlangenbeschwörern und Geschichtenerzählern Publikum anlockt, ein Königspalast, von dem man leider fast nichts sieht, und ein provinzielles und entspanntes Flair zeichnen diese Stadt aus.

RABAT

Die ehemalige Königsstadt liegt am Meer und begeisterte mich mit ihren weiß-blauen Häusern, der salzigen Luft – und den unzähligen Störchen, die wir in der Ruine Challah zu sehen bekamen. Als Hauptstadt von Marokko ist hier auch der Kontrast zwischen Ost und West am größten: Viel mehr westlich gekleidete Frauen und alles ein bisschen moderner, ohne deshalb unsympathischer zu werden.

MARRAKESCH

Die Stadt mit dem klangvollen Namen war das letzte Ziel unserer Reise. Voller Trubel rund um den berühmten Platz Djemaa el Fna, wo man neben Minztee, Orangensaft und Kefta auch Schneckensuppe probieren kann. Endlose Souk-Straßen, die das Shopping-Herz höher schlagen lassen. Sehenswürdigkeiten wie den Majorelle-Garten, eine wunderbare Medersa (eine religiöse Schule) und Paläste. Manchmal ein bisschen zu teuer, manchmal ein bisschen zu laut, manchmal zu viele geführte Touristengruppen – doch erlebenswert!


Jan 20 2011

Florenz

Die  ungewöhnliche Anreise zur diesjährigen Oberseminar-Exkursion aus Spanien hat sich gelohnt. Ein langes Wochenende, um die wunderbare Stadt Florenz in wissenschaftlicher, architektonischer, kulinarischer und künstlerischer Weise kennen zu lernen! Das macht Lust auf mehr Italien!


Dez 8 2010

Santiago de Compostela

Gerade noch rechtzeitig, nämlich im Heiligen Jahr 2010, machten wir uns auf, um dieses berühmte Pilgerziel zu erkunden (allerdings: Anreise ganz profan mit dem Auto). Die Stadt wird dominiert von der herrlichen, bemoosten Kathedrale, die wirkt, als wäre sie gerade aus dem Meer aufgestiegen – das feuchte Klima passt jedenfalls dazu, denn was wäre Santiago ohne Regen (“En Santiago hay siempre lluvia!”) … Dementsprechend waren wir stets mit Schirm und nassen Schuhen in den schönen Gassen unterwegs auf der Suche nach kulinarischen Köstlichkeiten, Gummistiefeln oder wahlweise dem vollkommenen Ablass unserer Sünden, indem wir den Apostel Jakobus bzw. Apóstol Santiago umarmten. Pünktlich erschienen wir zur Pilgermesse am Sonntag und konnten so den berühmten Botafumeiro (ein riesiges Weihrauchgefäß, übersetzt “Rauchspucker”) in Aktion sehen, der mit fast 70 km/h durch das Querschiff der Kathedrahle geschwungen wird. Hasta luegino!


Dez 6 2010

A Coruña

Das erste Mal am Atlantik und ich fühle mich wie an der Nordsee: Regen und Sonnenschein, Wind und klare Luft. Die Hafenstadt A Coruña wird auch die “Stadt des Glases” genannt – wegen der galicischen Glasbalkone, die nur die Sonne und nicht das schlechte Wetter ins Haus lassen. Neben dem Trubel entlang des Hafens, Stadtstränden und einer hübschen und kompakten Altstadt gibt es eine Straßenbahnlinie entlang der Strandpromenade zum Herkulesturm, einem Leuchtturm aus der Römerzeit, dem Wahrzeichen der Stadt. Abends konnten wir in einer netten Bar (Danke, Zeltia, für die schöne Stadtführung und die guten Tipps!) pulpo a la gallega genießen – mjami!




Nov 22 2010

Toledo

Ein Labyrinth aus engen Gassen, wo man auf Schritt und Tritt den Einflüssen der jüdischen, maurischen und katholischen Kultur begegnet. Etwas unübersichtlich, dafür aber mit dem Charme einer mittelalterlichen Stadt empfängt Toledo seine Besucher. Während die Alcázar-Festung auf der höchsten Stelle der Stadt thront, liegt die Kathedrale, das Herz des katholischen Spaniens, eingezwängt zwischen vielen Gebäuden. Synagogen und Moscheen verleihen der Stadt eine exotische Atmosphäre.